Nach 16 Jahren ununterbrochener Herrschaft wurde die Niederlage von Viktor Orbán bei den Parlamentswahlen am 12. April mit großer Erleichterung aufgenommen – nicht nur in Ungarn, sondern auch in anderen europäischen Ländern. Eine Ausnahme bilden Orbáns traditionelle Verbündete, die damit wertvolle Unterstützung verlieren. Die Partei Tisza (Respekt und Freiheit) von Péter Magyar, einem pro-europäischen Konservativen und ehemaligen Minister unter Orbán, erhielt mehr als zwei Drittel der Stimmen und wird nun ihr Programm frei umsetzen können.
Wird es gelingen, das Orbán-System und seine weit verbreitete Korruption einfach zu zerschlagen? Wie wird die Rechtsstaatlichkeit wiederhergestellt und wird es dabei Hindernisse geben? Welche Rolle hat die unabhängige Presse gespielt? Wie werden die neuen Beziehungen zu den Nachbarländern aussehen, angefangen bei der Ukraine? Und welche Lehren lassen sich daraus für die Zukunft der Demokratie in Europa und den Kampf gegen den Illiberalismus ziehen?
Über all dies und zahlreiche andere Themen haben wir mit zwei ungarischen Journalistinnen und Journalisten diskutiert: György Folk in Brüssel und Boróka Parászka in Târgu Mureș, Rumänien. Das Gespräch auf Englisch wird von Catherine André und Gian-Paolo Accardo moderiert.
🤝 Diese Live-Übertragung findet im Rahmen des Projekts PULSE statt, einer europäischen Initiative zur Förderung der grenzüberschreitenden journalistischen Zusammenarbeit.
Schätzen Sie unsere Arbeit?
Dann helfen Sie uns, multilingualen europäischen Journalismus weiterhin frei zugänglich anbieten zu können. Ihre einmalige oder monatliche Spende garantiert die Unabhängigkeit unserer Redaktion. Danke!
