Rzeczpospolita vom 17. Dezember 2009

Gewissenhafte Polen verweigern die Heimreise

Veröffentlicht am 17 Dezember 2009
Rzeczpospolita vom 17. Dezember 2009

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Polen wandern noch immer aus wirtschaftlichen Gründen aus, so die Schlagzeile der Warschauer Tageszeitung Rzeczpospolita. Die jüngsten Zahlen für 2009 zeigen, dass 15.400 mehr polnische Staatsbürger das Land verließen als zurückkehrten. Allerdings wandern weniger Polen aus als in den ersten Jahren nach dem EU-Beitritt des Landes. "Der Glaube, dass die weltweite Krise die im Ausland lebenden Polen zur Rückkehr in ihr Land bewegen würde hat sich als falsch erwiesen", erklärt die Direktorin der Handelshochschule Warschau (SGH), Elżbieta Adamowicz. Nach Meinung der neue Mitarbeiter anwerbenden Unternehmen sind die beliebtesten Orte der Polen vor allem Belgien und die Niederlande, sowie an dritter Stelle Großbritannien. Auf dem Arbeitsmarkt sind polnische Bewerber noch immer heißbegehrt. Sie haben sich einen Ruf als hart und gewissenhaft arbeitendes Personal gemacht, welches auch (im Gegensatz zu ihren westlichen Kollegen) niedrigere Löhne akzeptiert. Auf der anderen Seite sind "die Aussichten, welche die nach Polen zurückkehrenden Emigranten erwarten, ziemlich düster. Nur wenige polnische Unternehmen bieten klare Karrierelaufbahnen an und die Selbständigkeit ist noch immer eine komplizierte Angelegenheit", schreibt die Rzeczpospolita in ihrem Leitartikel.

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