Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy möchte, dass Großbritannien den Status von Gibraltar neu verhandelt. Er sprach am 25. September vor den Vereinten Nationen von der „anachronistischen“ Situation Gibraltars, wie ABC berichtet.
Rajoy bezeichnete Gibraltar als „das einzige Kolonialgebiet, das im Europa des 21. Jahrhunderts übrig ist“. Dies ist seit einigen Jahren eines der Hauptargumente der spanischen Diplomaten. 1963 wurde Gibraltar in die UN-Liste der Gebiete ohne Selbstregierung aufgenommen.
Am selben Tag, an dem Rajoy seine Rede hielt, wurde eine EU-Mission nach Gibraltar entsandt. Sie soll dort die Ansprüche Großbritanniens und Spaniens hinsichtlich mehrerer Vorkommnisse prüfen: Versenkung von Betonblöcken vor der Küste der Halbinsel, angebliche Geldwäsche und Schmuggelaktionen auf dem Hoheitsgebiet sowie „Strafkontrollen“ an den Grenzübergängen.
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