Am 23. Juli haben sich Zyperns Regierung und die Zentralbank darauf geeinigt, die Bank of Cyprus in eine Geschäfts- und in eine Investment-Bank aufzuteilen.
Die Investment-Bank wird für Projekte wie regionale Entwicklungsprogramme zuständig sein, sich aber auch um das Schuldenmanagement teilweise zurückgezahlter Unternehmensanleihen kümmern. Die Geschäftsbank wird wie ein traditionelles Finanzinstitut agieren, erklärt die zyprische Tageszeitung Politis.
Mit der Zweiteilung der Bank, die auch von der Geldeber-Troika aus EU, IWF und EZB unterstützt wird, will Zypern vor allem folgendes Ziel erreichen: Zum einen sollen die Gefahren eingedämmt werden, die der Bank mit der fragwürdigen Vergabe von Krediten an große Baulöwen und Hoteliers drohen. Zum anderen soll die Glaubwürdigkeit der Bank wiederhergestellt werden.
Im Herbst soll die Teilung unter Dach und Fach sein, berichtet die Tageszeitung und fügt hinzu, dass sie ein wichtiger Bestandteil des Restrukturierungsplans für die Bank of Cyrpus sei, der für Ende September geplant ist.
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