Die Europäische Kommission und Brüsseler PR-Unternehmen beschuldigen eine regierungsunabhängige Organisation, die die Arbeit von Lobbyisten auf Missbrauch prüft, EU-Richtlinien zu verletzen, berichtet euobserver.com. Die European Public Affairs Consultancies Association (EPACA), der Verband der Unternehmen, die in EU-Institutionen Lobbyarbeit leisten, unterstellt dem Corporate Europe Observatory(CEO), den EU-Verhaltenskodex für Interessenvertreter zu missachten. Der Kodex schreibt unter anderem vor, dass die Interessenvertreter ihren Namen und ihren Auftraggeber angeben müssen. Für die EPACA hat sich ein Angestellter des CEO, der mit der PR-Agentur Burson Marsteller in Kontakt stand, "selbst falsch präsentiert": Er gab vor, ein Journalist zu sein, und leistete unterdessen Detektivarbeit. Eurobserver.com berichtet, dass die Gruppe "versuchte, herauszufinden, welche Firmen in Brüssel für Sri Lanka, Bulgarien, Botswana und die britischen Kanalinseln Interessenarbeit leisten". Die im Auftrag der Regierungen arbeitenden Consulting-Unternehmen, denen man dubiose Aktivitäten vorwirft, wehren sich und behaupten: Sie leisten keinerlei Lobby-, sondern "Imagearbeit für Länder".
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