Mehr als 350.000 Menschen nahmen an der Demonstration "No-B Day" teil und forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Berlusconi. Unterstützt wurden sie unter anderem von Bloggern und der Partei von Ex-Staatsanwalt Antonio di Pietro, Italia dei Valori [dt. Italien der Werte]. Die Berlusconi gewöhnlich scharf kritisierende Zeitung Il Fatto Quotidiano betontdie "neue Energie" der jungen demonstrierenden Menschen in Rom, dieser "im Stich gelassenen Generation, welche in diesem von verbitterten und gleichgültigen Machthabern regierten Land weder Arbeit noch irgendwelche Perspektiven hat". Auch *Il Manifest*o ist dieser Ansicht und spricht von einer neuen Generation, in der "trotz allem eine Stimme wollen", auch wenn sie 1968 nicht erlebt haben und nicht zu den Anhängern der wichtigsten Parteien des Landes gehören. Berlusconis Il Giornale ist damit offensichtlich nicht einverstanden. "Sie wollen ihn am Boden sehen" und werden so "irrtümlich zu 'picciotti' (Verbündeten der Mafia)". Die Zeitung führt Erklärungen des Abtrünnigen Gaspare Spatuzza an, der Berlusconi kürzlich vorwarf, mit der Mafia gemeinsame Sache zu machen. Laut Il Giornale zielen die Angriffe Spatuzzas nur darauf ab, den Kampf der Regierung gegen die Mafia zu beeinträchtigen. Dieser führte in den vergangenen Monaten zur Verhaftungen vieler Mafiabosse.
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