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Präsident flieht vor Afghanistan-Debatte

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Veröffentlicht am 1 Juni 2010

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Er ist über Afghanistan gestolpert. Nach der Kritik an seiner Verknüpfung von Bundeswehreinsätzen mit Wirtschaftsinteressen in einem Interview, ist der deutsche Präsident am 31. Mai zurückgetreten. Horst Köhler fehlte "der notwendige Respekt für sein Amt". Auf Angela Merkel kommt nun einen neue Knobelei zu. Bis Ende Juni, wenn die Bundesversammlung den neuen Präsidenten wählt, muss sie einen Kandidaten aus dem Hut zaubern. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung kommt der Rücktritt einer Fahnenflucht gleich. Köhler sei "illoyal, weil er der Bundeskanzlerin, die ihn gefördert und gerade einen schweren Stand hat, den Boden unter den Füßen wegzieht. Er ist feige, weil er einem unbehelligten Ruhestand der Debatte über einen Krieg den Vorrang gibt, wobei die Bundeswehrsoldaten diese Option leider nicht haben. Und er bricht das implizite Versprechen, das Staatsmänner mit der Annahme ihrer Wahl geben: Die Leute in schwierigen Zeiten nicht allein zu lassen."

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