Roşia Montana, bald ein europäisches Problem?

Veröffentlicht auf 6 September 2013 um 14:15

„Mehrere ungarische und rumänische Mitglieder des Europäischen Parlaments, zu denen auch der ehemalige Vizepräsident Laszlo Tökes gehört, haben sich an die Europäische Kommission gewendet” und sie gebeten, sich gegen die Inbetriebnahme des Gold- und Silbertagebaus im siebenbürgischen Roşia Montana (Goldbach) auszusprechen, schreibt Adevărul.

In ihrem Brief an den EU-Kommissar für Umwelt, Janez Potočnik, forderten die europäischen Abgeordneten, entschieden gegen das umstrittene Verfahren vorzugehen, mit dem die Edelmetalle abgebaut werden sollen. Die Zeitung erinnert daran, dass das Parlament bereits im Jahr 2010 die Kommission gebeten habe, den Einsatz von Cyaniden in Bergwerken zu verbieten.

Am 2. September richtete sich Budapest an Rumänien und die Europäische Kommission, um energisch gegen die Wiedereröffnung des Bergwerks Roşia Montana zu protestieren. Die Ungarn befürchten einen neuen Öko-GAU an ihrer Grenze, gelangten doch bereits im Jahr 2000 in Baia Mare (Mariendorf) 100.000 Tonnen Cyanid nach einem Dammbruch in die beiden Flüsse Somes und Tisza. Auch Ungarn hatte damals unter den gravierenden Folgen der Umweltkatastrophe zu leiden.

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