Deutschlands Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat die britischen Behörden aufgefordert, die Überwachung deutscher Staatsbürger mithilfe eines britischen Datenbeschaffungsprogramms in allen Einzelheiten offenzulegen, berichtet The Guardian.
Die Tageszeitung, die zur Enthüllung britischer und US-amerikanischer Massenüberwachungs-Programme beigetragen hatte, fügt hinzu, dass die Ministerin wissen will,
ob „konkreter Verdacht“ bestand, bevor die Datenerhebung und -verarbeitung in Auftrag gegeben wurde, oder riesige Mengen von weltweit versendeten E-Mails, Facebook-Nachrichten, Browser-Verlaufsprotokollen und Telefonanrufen ganz allgemein bis zu 30 Tage lang gespeichert wurden. [...] Darüber hinaus forderte sie auch eine Antwort auf die Frage, ob das Programm von irgendeiner Justizbehörde zugelassen wurde und verlangte [genauere Informationen] zur Funktionsweise des Programms, sowie die genaue Natur der gespeicherten Daten.“
Das Beste vom europäischen Journalismus jeden Donnerstag in Ihrem Posteingang!
Schätzen Sie unsere Arbeit?
Dann helfen Sie uns, multilingualen europäischen Journalismus weiterhin frei zugänglich anbieten zu können. Ihre einmalige oder monatliche Spende garantiert die Unabhängigkeit unserer Redaktion. Danke!

