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Was wollen die Arbeitnehmer?

Wie bewerten die Menschen auf dem Arbeitsmarkt die beruflichen Chancen? Die jüngste Randstad Employer Brand Research Umfrage beschreibt wichtige Trends und Verhaltensweisen auf globaler Ebene. Wir haben uns die Daten in Bezug auf die EU-Mitgliedstaaten angesehen.

Veröffentlicht auf 6 August 2019 um 10:17

Im Juli veröffentlichte Randstad seinen Bericht Global Employer Brand Research 2019, in dem die Ergebnisse einer globalen Umfrage um Interviews mit 200.000 Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter in 32 Ländern beschrieben wurden. Ziel der Umfrage ist es, das strategische Verhalten von Einzelpersonen auf dem Arbeitsmarkt zu verstehen. Randstad, ein multinationaler Konzern, der sich auf Humanressourcen spezialisiert hat, behauptet, dass die Studie 75 Prozent der Weltwirtschaft abdeckt.

Methodisch betrachtet ist die Stichprobe zwischen 18 und 65 Jahren alt und bezüglich des Geschlechts repräsentativ. Obwohl die Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen überrepräsentiert ist, umfasst die Stichprobe Studierende, Erwerbstätige und Arbeitslose. Die Interviews wurden zwischen Dezember 2018 und Januar 2019 online durchgeführt.

Gib mir einen Grund

Die Forschungsfrage, die im Mittelpunkt der Umfrage steht, versucht, die Gründe zu erfassen, die dazu führen, dass Menschen Stellenangebote annehmen. Zu diesem Zweck erhielten die Befragten eine Reihe von „hypothetischen Gründen“, aus denen sie ihre wichtigsten Prioritäten auswählen konnten.

Mit Fokus auf die EU-Mitgliedsstaaten haben wir zwei Charts erstellt. Abbildung 1 zeigt für jedes Land die Prioritäten der Arbeitnehmer bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers. In Abbildung 2 kehren wir die Variablen um, um zu zeigen, wie sich die Mitgliedstaaten bezüglich der von ihren Arbeitskräften gewählten Prioritäten unterscheiden.

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„Attraktive Gehälter und Leistungen“ stehen in allen Ländern an erster Stelle, mit Ausnahme von Italien und Schweden. In diesen beiden Mitgliedstaaten rangiert diese Priorität auf den Plätzen drei und fünf. Andere Elemente wie „ein angenehmes Arbeitsklima“ und „Work-Life-Balance“ sind in beiden Ländern wichtiger. Dieses Ergebnis ist angesichts der stark unterschiedlichen wirtschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen der süd- und skandinavischen Mitgliedstaaten eher bemerkenswert.

Mit der zweiten Grafik sehen wir, dass Spanien das Land ist, in dem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie am meisten geschätzt wird. „Arbeitsplatzsicherheit“ ist in Luxemburg und Deutschland vergleichsweise wichtiger als in anderen Ländern.

Randstad bietet viel mehr Einblicke in das strategische Denken der Mitarbeiter. So berichten sie beispielsweise, dass auf globaler Ebene „fast 7 von 10 Arbeitnehmern im Gegenzug für Arbeitsplatzsicherheit auf einen Teil ihres Gehalts verzichten würden“.

Ein weiterer interessanter Blickwinkel, aus dem die Daten betrachtet werden können, ist die intergenerationelle Perspektive. Randstad behauptet, dass „Boomer die Arbeitsplatzsicherheit wichtiger finden“, während „Millennials eher bereit sind, einen Teil ihres Gehalts für die Arbeitsplatzsicherheit zu verlieren“.

Laut den Autoren der Studie „kann diese Präferenz auf Entwicklungen wie die globale wirtschaftliche Unsicherheit, die digitale Transformation und den Anstieg von Automatisierung und künstlicher Intelligenz zurückgeführt werden“.

Cet article est publié en partenariat avec the European Data Journalism Network

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