Minister stolpert über L'Oréal

Veröffentlicht am 1 Juli 2010

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Die Bettencourt/Woerth-Affäre bringt die Regierung in Bedrängnis. Hat der derzeitige Arbeitsminister Eric Woerth während seiner Zeit als Haushaltsminister bei Steuersünden von Liliane Bettencourt "ein Auge zugedrückt"? Presse und Opposition prangern einen Interessenkonflikt des Ministers an, dessen Frau beim Vermögensverwalter der L’Oréal-Erbin als Finanzberaterin tätig war. Bettencourt, die reichste Frau Frankreichs, ist ebenfalls großzügige Parteispenderin der Regierungspartei UMP, deren Schatzmeister... Eric Woerth heißt. Obwohl unter Beschuss stehend, kann sich Woerth auf den Rückhalt des Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy verlassen, da der Staatschef unbedingt die Rentenreformbis Herbst durchs Parlament bringen will. Für Libération offenbart die Affäre die "zwielichtigen Beziehungen der konservativen Elite" mit dem Großkapital. Sie zeuge zudem "vom Bruch mit dem arbeitenden Frankreich, das am Monatsende knapp bei Kasse ist".

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