Vorsichtiger Optimismus in Dublin

Veröffentlicht am 21 Juni 2011

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„Hoffnungsschimmer: EU justiert den Rettungsplan“, titelt der Irish Independent, der über eine leicht verbesserte Stimmung der irischen Regierung infolge der neuesten EU-Reformen berichtet. Eine so genannte „Firewall“, die von der EU eingerichtet wurde, um Irland und Portugal vor der Schuldenkrise in Griechenland zu schützen, könnte die Investoren dazu bringen, innerhalb der nächsten zwei Jahre wieder irische Anleihen zu kaufen. Regierungsquellen erzählten dem Independent, dass Irland und Frankreich in den Kulissen ihre Gespräche über eine Verringerung der Zinsen für das Rettungspaket intensivieren. Und die Anpassungen des Europäischen Stabilitätsmechanismus, der 2013 den Europäischen Finanzstabilitätsfonds ersetzt, dürften – so Finanzminister Michael Noonan – Irland dabei helfen, sich an den Märkten wieder zu positionieren. Durchaus positive Nachrichten, meint dazu das Editorial des Independent. „Der Weg ist noch lang, und er wird zweifellos nicht schmerzlos sein. Doch ausnahmsweise einmal wird auch anerkannt, dass wir unser Bestes tun.“

Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

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