Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), hat die irische Regierung am 7. März dazu aufgefordert, bei ihrer Bankenreform einen Zahn zu zu legen. Er reagierte damit auf irische Finanzdaten, aus denen hervorging, dass 23.500 Eigentumskredite seit zwei oder über zwei Jahren nicht zurückgezahlt worden sind.
Zwar begrüßte Draghi Irlands Wirtschaftsreformen, machte aber auch darauf aufmerksam, dass das Land im Bankensektor nur unzureichende Fortschritte erzielt hatte.
Nur wenige Tage vor Draghis Aussagen waren die 27 EU-Finanzminister der Bitte Irlands nachgekommen, die Rückzahlungsfrist für einen Teil der Hilfskredite zu verlängern, der sich auf 40 Milliarden Euro beläuft.
Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
Veranstaltung ansehen >