Die Rechtsextremen in Deutschland sind entlarvt. Am 10. Januar deckte das investigative deutsche Medium Correctiv Details eines Treffens zwischen mehreren hochrangigen AfD-Mitgliedern, militanten Neonazis und Geschäftsleuten auf, das im November 2023 stattgefunden hatte.  

Die Teilnehmer sollen unter anderem einen Plan zur „Remigration” - ein Euphemismus für Massenabschiebungen - von Menschen mit Migrationshintergrund auf deutschem Boden ausgearbeitet haben, unabhängig davon, ob sie Asylbewerber, Ausländer oder „nicht assimilierte Staatsbürger” sind und ob sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder nicht. 

Diese Enthüllungen haben in Deutschland ein Erdbeben ausgelöst. Nach der Veröffentlichung fanden tagelang Demonstrationen gegen die extreme Rechte statt. Die AfD bestritt zwar nicht, dass einige ihrer Kader an dem Treffen teilgenommen hatten, erklärte jedoch, die Abschiebepläne nicht zu unterstützen. Die Kontroverse hat die Debatte über ein mögliches Verbot der rechtsextremen Partei neu entfacht, obwohl sie laut jüngsten Umfragen die zweitstärkste politische Kraft auf Bundesebene ist.


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