Staatsanleihen wieder in Händen der eigenen Banken

Veröffentlicht am 3 Oktober 2012

„Während die ausländischen Investoren flüchten, unterstützen die [spanischen] Banken das Schatzamt“, erklärt ABC am Vortag einer Auktion von spanischen Staatsanleihen, die erste seit Vorstellung des Budgets 2013. Das Schatzamt hofft auf Einnahmen in Höhe von 3 bis 4 Milliarden Euro und sieht darin einen Indikator für das Vertrauen in spanische Anleihen.

Nach Angaben der Madrider Tageszeitung halten die ausländischen Investoren seit Anfang des Jahres rund 90 Milliarden Euro weniger in spanischen Anleihen, 31,8 Prozent weniger als im Jahr 2011. Zum ersten Mal seit 2003 halten die spanischen Banken den Großteil der spanischen Obligationen, notiert ABC und analysiert das Phänomen folgendermaßen:

Das wiedererwachte Interesse der heimischen Banken an spanischen Anleihen erklärt sich durch die außerordentliche Bereitstellung von Liquiditäten seitens der EZB im Dezember 2011 und Februar 2012. Die Banken liehen Geld in Frankfurt mit einem Zinssatz in Höhe von 1 Prozent und investierten es in Wertpapiere, die ihnen eine Rentabilität von 6 Prozent sichern.

Für die Tageszeitung „gehen die Finanzmärkte weiter davon aus, dass Spanien unter den EU-Rettungsschirm schlüpfen und die EZB spanische Anleihen aufkaufen wird, trotz des Widerstands Deutschlands.“

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