Französische, rumänische, italienische, britische, griechische und spanische Gewerkschaften planen Aktionen gegen die von ihren Regierungen auferlegten Sparmaßnahmen. Nach Meinung der Warschauer Tageszeitung Rzeczpospolita könnte Europa am kommenden Donnerstagder „Jüngste Tag“ drohen. „Die in ganz Europa auf die Straßen ziehende Arbeiterklasse hat eine klare Botschaft für ihre Regierungen“, erklärt der Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB), John Monks. Zudem behauptet er, dass die „Angestellten heute und in unmittelbarer Zukunft die Rechnung für die skrupellosen Spekulationen auf den Finanzmärkten bezahlen werden“. Rzeczpospolita weist darauf hin, dass Schweden, Polen und Malta als einzige EU-Länder bisher noch keine drastischen Haushaltskürzungen beschlossen haben. Indessen lehnen es die meisten anderen europäischen Regierungen trotz heftiger Kritik und Massenprotesten ab, von den Sparmaßnahmen Abstand zu nehmen.
Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
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