Die frisch ins Europaparlament gewählte Andrea Češková irritiert die tschechische Presse. Der Grund: Während der Wahlkampagne "verheimlichte" sie der Demokratischen Bürgerpartei ODS, dass diese hochschwanger war. "Mit Andrea (schwanger) nach Europa", titelt Lidové Noviny in ironischer Anspielung auf die Kampagne. Die Reaktionen sind indes zweideutig. "Wir wussten von nichts. Sicher wird sie ihre Rolle als Mutter ebenso gut wie die als Abgeordnete erfüllen", versichern einige ODS-Mitglieder. Der Vizechef der Partei David Vodrážka erklärt, dass "eine positiv wahrgenommene Schwangerschaft auch als instrumenalisiert hätte gedeutet werden können". "Schwanger sein ist kein Verbrechen, aber man kann nicht so richtig glauben, dass ihr Mandat etwas anderes sein wird als ein lukrativer Mutterschaftsurlaub", urteilt die Prager Zeitung.
Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
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