"Transparenz? Was für ein Witz", heißt es auf dem heutigen Daily Mail-Titel. Darüber ein Photo von einem auf seinem Panzer brennenden britischen Soldaten. Die Ankündigung von Premier Gordon Brown, dass die Untersuchungsausschuss zum Golfkrieg von 2003, "Großbritanniens schlimmster außenpolitischen Katastrophe in 50 Jahren" im Verborgenen stattfinden wird, erregt den Zorn der konservativen Zeitung. Da alle Zeugenaussagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehört werden, "wird kein Zeuge die Aussage eines Politikers, Beraters oder sonstigen hohen Beamten, der das Land während der Kriegsvorbereitungen anlog, fordern können." Der Bericht, fügt Daily an, wird zudem so redigiert werden, dass sensible Informationen außen vor bleiben. Mit anderen Worten: alles werde übertüncht werden. Der Bericht des Untersuchungsausschusses wird nach der Parlamentswahl erwartet, "damit er unser Wahlverhalten auch ja nicht beeinflusst". Der Irakkrieg ende damit wie er schon begonnen habe – "unter einer dicken Schicht Geheimniskrämerei und Betrug". "Brown sollte sich seiner schämen", schließt das Blatt.

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