Institutionen sind träge Einrichtungen. Sie leben von der Routine eingeschliffener Handlungsabläufe. Das produziert Vertrauen in die Ergebnisse ihres Handelns. Sie hassen Ungewissheit und können sich nur schwer an veränderte Umweltbedingungen anpassen. Zumeist kommt es dann zu Debatten über ihren Sinn. Wozu sind wir eigentlich da? Diese Frage hat sich auch Jürgen Stark gestellt, der am vergangenen Freitag von seinem Amt als Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückgetreten ist.

Die EZB galt immer als ein legitimes Kind der Bundesbank, nur der Stabilität des Geldes verpflichtet. Was Stark davon hält, wenn die Zentralbank Staatsanleihen von hochverschuldeten Ländern in großem Stil kauft, ist klar. Er schildere seine Gegenposition so: "Im gegenwärtigen Umfeld ist daher eher davon auszugehen, dass positive Vertrauenseffekte aufgrund solider Finanzpolitik beträchtlich sein werden, was Fallstudien bestätigen: Ambitionierte Anpassungsprogramme gehen bereits nach kurzer Zeit mit positiven Wachstumseffekten einher." Damit meine Stark "sparen" und sonst nichts.

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