„Von wegen verschwunden. Erasmus verdoppelt“, titelt Il Sole 24 Ore. Das europäische Austauschprogramm für Universitätsstudenten drohte, eingestellt zu werden, nachdem ihm 2012 das Geld ausging. Doch am 7. November erhielt es neuen Auftrieb. Angekündigt wurde ein Abkommen zwischen dem Kulturausschuss des Europäischen Parlaments und dem Europäischen Rat, zur Finanzierung des Plans „Erasmus+“.

Dem Abkommen zufolge soll für das Programm von 2014 bis 2020 eine Summe von 14 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden, das bedeutet 40 Prozent mehr als im vorigen Siebenjahreshaushalt. Die Zahl der geförderten Studenten dürfte sich also verdoppeln und somit auf fünf Millionen steigen. Erasmus+ soll auch Auslandspraktika für junge Europäer unter 30 anbieten, selbst wenn sie nicht an Universitäten immatrikuliert sind. Außerdem sollen Darlehen für Studenten im Aufbaustudium vergeben werden.

Diese Nachricht wird besonders in Südeuropa mit Freude aufgenommen werden, denn dort gilt das Programm, das kürzlich sein 25-jähriges Bestehen feierte, „als der günstigste und leicht zugängliche Weg, um außerhalb der Landesgrenzen Erfahrungen zu sammeln“, wie die Wirtschaftszeitung berichtet.