„Endlich hat Barroso es ausgesprochen: Es ist vorbei! Kroaten: Bald erntet Ihr die Früchte Eurer harten Arbeit“, freut sich Jutarnji list auf ihrer Titelseite über die Worte des EU-Kommissionspräsidenten. Ihm zufolge müssten die Beitrittsverhandlungen mit Zagreb am 10. Juni in Brüssel zum Abschluss gebracht werden. Nach sechs langen – für Barroso „sehr anspruchsvollen, aber berechtigten“ – Verhandlungsjahren würde Kroatien der EU dann am 1. Juli 2013 als 28. Mitglied beitreten. Unterdessen machen sich Paris und Berlin für eine verschärfte Kontrolle Kroatiens bis zum endgültigen Beitrittsdatum stark: ganz besonders im Bereich der Korruptionsbekämpfung. Für die Tageszeitung aus Zagreb bildet das Ende der Verhandlungen den krönenden Abschluss der Regierungsarbeit unter Premierministerin Jadranka Kosor und der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft, die darauf drängte, die Verhandlungen noch vor dem Ablauf ihres Mandats zum Abschluss zu bringen.
Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
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