Wo soll der Fall Epstein noch enden? Seit die US-Justizbehörde mehr als drei Millionen Seiten, darunter Tausende von Fotos und Videos, über die Aktivitäten des amerikanischen Geschäftsmannes, Pädokriminellen und Sexhändlers Jeffrey Epstein (1953-2019) veröffentlicht hat, folgen unzählige Enthüllungen über dessen Verbindungen zu politischen und kulturellen Kreisen.
Während die Anschuldigungen lange Zeit vor allem amerikanische Persönlichkeiten betrafen, steht nun Europa im Fokus der „Epstein-Affäre”. Die Welle der Enthüllungen hat auch Frankreich erreicht, wo der ehemalige Kulturminister Jack Lang und seine Tochter wegen ihrer Verbindungen, insbesondere finanzieller Art, zu dem amerikanischen Finanzier ins Visier geraten sind.
Außerdem stehen Mitglieder der norwegischen Königsfamilie, der ehemalige britische Botschafter in Washington, Peter Mandelson, oder der slowakische Staatsmann Miroslav Lajčák wegen ihrer angeblichen Beziehungen zu dem Sexualstraftäter unter Verdacht. Auch wenn der dubiose Tod Epsteins im Gefängnis und die vielen Unklarheiten in diesem Fall die absurdesten Verschwörungstheorien beflügeln, zeigen die bisher veröffentlichten Dokumente eines jedoch klar und deutlich: das Interesse des Millionärs an europäischer Politik.
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