Es ist eine dieser Industrie- und Familiensagas, die Deutschland stets beschäftigt: Porsche und Volkswagen. Die Entscheidung ist zwar auf Ende Juli verschoben. Dennoch wird der Kauf des Sportwagenherstellers durch die Wolfsburger wohl das Ende eines monatelangen Machtkampfs zwischen dem Porsche-Clan und den Piëchs bedeuten. Beide halten gemeinsam das Stimmrecht bei Porsche.
Letzterer hatte sich durch den Einkauf eines Mehrheitskapitals bei VW stark verschuldet (8 Milliarden Euro). Seine Übernahme durch VW könnte nun bei der Schuldentilgung helfen. "Der 'Alte' hat seinen Kopf mal wieder durchgesetzt", kommentiert die [Frankfurter Rundschau](http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1842619_Kommentar-zu-Porsche-Unanstaendig.html). "Ferdinand Piëch ist am Ziel, mit VW und Porsche einen der größten Autokonzerne der Welt zu schmieden. Er wird damit das Lebenswerk seines Großvaters Ferdinand Porsche übertrumpfen. Allerdings ist die Art und Weise, wie dies geschehen ist, unanständig. Stück für Stück wurde Wiedeking demontiert und gemobbt. Es wird Zeit, dass die unappetitliche Autonovela ein Ende hat. Dem Ansehen renommierter Automarken und damit dem Standort Deutschland ist das nicht zuträglich", schließt die Zeitung.
Schätzen Sie unsere Arbeit?
Dann helfen Sie uns, multilingualen europäischen Journalismus weiterhin frei zugänglich anbieten zu können. Ihre einmalige oder monatliche Spende garantiert die Unabhängigkeit unserer Redaktion. Danke!

