Am 1. Oktober hat Kroatien einen europäischen Haftbefehl gegen den geschäftsführender Direktor des ungarischen Mineralölkonzerns MOL, Zsolt Hernádi, erlassen.
Ihm wird vorgeworfen, den früheren kroatischen Regierungschef Ivo Sanader bestochen zu haben, der in dieser Korruptionsaffäre bereits zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, berichtet Népszabadság.
Am 27. September ordnete das mit diesem Fall betraute kroatische Gericht an, Hernádi zu inhaftieren. Zuvor hatte es die ungarischen Justizbehörden zweimal erfolglos dazu aufgefordert, den MOL-Chef in Ungarn zu verhören.
Die Behörden in Ungarn lehnten diese Gesuche ab mit dem Argument, dass diese die Sicherheit und den Schutz der nationalen Interessen gefährden würden. Im Januar 2012 hatte die ungarische Staatsanwaltschaft entschieden, die Angelegenheit zu den Akten zu legen.
Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
Veranstaltung ansehen >