Reformen? Ja, aber bitte nicht so schnell!

Schuldenunion? Bankenunion? Politische Union? Von überall her kommen Veränderungsvorschläge, um die politische und wirtschaftliche Krise in Europa zu lösen. Aber die Europäer scheinen nicht bereit dazu, einen Schritt in Richtung Integration zu gehen.

Veröffentlicht am 6 September 2012

In diesem Sommer, in dem offensichtlich die Schlussrunde der Eurokrise eingeläutet wird, hat die deutsche Politik die Lust am Räsonieren über die Zukunft Europas gepackt. Sozialdemokraten und Grüne plädieren für eine europäische Schuldenunion samt Banken- und Fiskalunion. Kurz gesagt sind sie dafür, die staatliche Hoheit über den eigenen Haushalt an Brüssel abzugeben.

Und die CDU weißt gerne auf ihre Beschlusslage hin, Europa zu einer politischen Union zu entwickeln - was auch immer das im Einzelnen heißen mag. Weil das alles tief ins Grundgesetz eingreifen würde, wird zugleich einer, wenn möglich raschen, Volksabstimmung das Wort geredet.

Gemach, ist man da versucht zu sagen. Es ist ja wahr, dass die Europäische Union auf die Stürme der globalisierten Welt schlecht vorbereitet ist. In der großen Finanzkrise ist die Union in ihrer politischen Gesamtstruktur vermessen und für instabil befunden worden. Aber bevor der Kernbestand der nationalen Souveränität vorauseilend geopfert wird, wäre es ratsam zu ergründen, ob es überhaupt einen Altar gibt, auf dem irgendetwas zu opfern lohnte.

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