„Brüssel verhängt gegen sechs Banken Rekordstrafe wegen Euribor-Manipulation“

Veröffentlicht am 5 Dezember 2013

Cover

Die Europäische Kommission hat am 4. Dezember sechs Großbanken „einen Schlag“ versetzt,schreibt El País. EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia verkündete die Verhängung einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 1,71 Milliarden Euro gegen die Royal Bank of Scotland, die französische Société Générale, die Deutsche Bank, JP Morgan und Citigroup, welche Zinssätze „zu ihren Gunsten“ manipuliert haben sollen. Über Finanzprodukte, die an Zinssätze wie Euribor gebunden sind, seien „Tausende von Hypotheken, Spareinlagen und Unternehmen benachteiligt worden“.

Die spanische Tageszeitung El País spricht in ihrem Kommentar von einer „Strafe mit abschreckender Wirkung“ und begrüßt, dass Brüssel „endlich“ gegen den Betrug vorgehe:

Die implizite Botschaft lautet, dass die EU-Maschine bereit ist, gegen jede Perversion der Märkte vorzugehen, wer immer die zu Bestrafenden auch sein mögen.

Das Beste vom europäischen Journalismus jeden Donnerstag in Ihrem Posteingang!

Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

Veranstaltung ansehen >

Sie sind ein Medienunternehmen, eine firma oder eine Organisation ... Endecken Sie unsere maßgeschneiderten Redaktions- und Übersetzungsdienste.

Unterstützen Sie Journalismus, der nicht an Grenzen Halt macht.

Nutzen Sie unsere Abo-Angebote oder stärken Sie unsere Unabhängigkeit durch eine Spende.

Zum gleichen Thema