Die Europäische Kommission hat am 4. Dezember sechs Großbanken „einen Schlag“ versetzt,schreibt El País. EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia verkündete die Verhängung einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 1,71 Milliarden Euro gegen die Royal Bank of Scotland, die französische Société Générale, die Deutsche Bank, JP Morgan und Citigroup, welche Zinssätze „zu ihren Gunsten“ manipuliert haben sollen. Über Finanzprodukte, die an Zinssätze wie Euribor gebunden sind, seien „Tausende von Hypotheken, Spareinlagen und Unternehmen benachteiligt worden“.
Die spanische Tageszeitung El País spricht in ihrem Kommentar von einer „Strafe mit abschreckender Wirkung“ und begrüßt, dass Brüssel „endlich“ gegen den Betrug vorgehe:
Die implizite Botschaft lautet, dass die EU-Maschine bereit ist, gegen jede Perversion der Märkte vorzugehen, wer immer die zu Bestrafenden auch sein mögen.
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