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Die Europäische Kommission erteilte am 24. Februar grünes Licht für die schnelle Eröffnung der Beitrittsverhandlungen mit Reykjavik. "Nun liegt es an den Regierungen der 27 Mitgliedsstaaten." Sie müssen die Eröffnung der Gespräche einstimmig gutheißen, berichtet Le Soir. Als Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraumes erhofft sich Island seinen EU-Beitritt für 2012 – zur gleichen Zeit wie Kroatien. "Jedoch könnten die Auswirkungen des Zusammenbruches des isländischen Finanzsektors – der erst dazu führte, dass sich die Insel ganz plötzlich Europa nähern wollte – die Angelegenheit verkomplizieren", führt die Tageszeitung fort. Am 6. März werden sich die Isländer per Referendum zu einem Gesetz äußern, welches eine Rückzahlung von 3,8 Milliarden Euro an Großbritannien und die Niederlande vorsieht, die der Bankrott der isländischen Banken verschuldet hat. "Wenn man sich die feindselige Einstellung der 320.000 Isländer ansieht", so scheint es "wahrscheinlich", dass sie das Gesetz ablehnen, "welches das Parlament im Januar nur knapp verabschieden konnte". "Falls es zum 'nein' kommen sollte, so steht eines fest: Weder London noch Den Haag werden sich dann schnellstens darum bemühen, ihr Startsignal für die Beitrittsverhandlungen zu erteilen", schließt die Zeitung.