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Ein Kinderärzte-Kollektiv in Belgien verlangt, dass das 2002 verabschiedete Euthanasie-Gesetz auf Minderjährige ausgeweitet wird, berichtet De Morgen.

In einem offenen Brief richteten die Ärzte ihr Gesuch an die zuständige Kommission des belgischen Senats, die am heutigen 6. November einen diesbezüglichen Änderungsantrag diskutieren wird.

Die Ärzte schlagen Alarm und berichten von „Kindern im Krankheitsendstadium, die unerträgliche Leiden ertragen”, denen aber niemand dabei helfen kann, einen sanfteren Tod zu sterben, weil es dafür keinen gesetzlichen Rahmen gibt. In den Augen der Tageszeitung muss unbedingt etwas gegen diese „Grauzone” unternommen werden. De Morgen ruft den Senat zum Handeln auf, zumal noch immer...

...eine Lücke zwischen den medizinischen Praktiken und dem rechtlichen Rahmen klafft. [Die Praxis] zeigt, dass es so etwas wie Sterbehilfe für Minderjährige sehr wohl gibt, auch wenn sie nur in Ausnahmefällen zur Anwendung kommt, dafür aber [bisher] kein juristischer Rahmen existiert.