Heute beginnt für die 1007 Parlamentsabgeordneten und Vertreter der Regionen die Wahl des neuen italienischen Staatspräsidenten.
Die Demokratische Partei (PD), die Partei „Volk der Freiheit” (PdL) und Mario Montis Partei „Bürgerliche Wahl” (Scelta Civica) haben sich auf einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt: Franco Marini, 80, ehemaliger Chef der wichtigsten katholischen Gewerkschaft CISL, dessen Wiederwahl ins Parlament beim Votum am 24. und 25. Februar gescheitert war. Theoretisch verfügen die drei Parteien über genügend Stimmen, um Marini im ersten Wahlgang durchzusetzen.
Doch viele Mitglieder der PD werden stattdessen für den Achtzigjährigen Verfassungsrechtler Stefano Rodotà stimmen, den Kandidaten der 5-Sterne-Bewegung des Komikers und Bloggers Beppe Grillo.
Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
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