„Führende EU-Politiker: die eigenen Kronjuwelen zuerst“

Veröffentlicht auf 28 November 2013 um 12:54

Cover

„Das Klima wird zum Opfer des europäischen Protektionismus“, bedauert De Morgen, bevor morgen offiziell ein Abkommen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten und dem Europäischen Parlament über die CO2-Emissionen von Kraftfahrzeugen unterzeichnet wird.

Die Tageszeitung erinnert daran, dass Angela Merkel die Verabschiedung einer strengeren Umweltregelung blockiert hat, damit sie dem deutschen Automobilhersteller BMW nicht „schadet“. Diese Aktion wurde von Großbritannien im Gegenzug für eine Begünstigung der Londoner City unterstützt. Frankreich hingegen gab dem Druck der Firma Renault nach, die wiederum von ihrem Handelspartner Daimler bedrängt wurde – und deren wichtigster Lobbyist ist ein ehemaliger Berater von Angela Merkel.

Die nichtstaatlichen Umweltorganisationen sind wütend, so De Morgen weiter. Eine von der Zeitung zitierte Verkehrsexpertin bei Greenpeace erklärt:

Das Beste vom europäischen Journalismus jeden Donnerstag in Ihrem Posteingang!

Nachdem die globalen Klimaverhandlungen in Warschau beinahe misslangen, distanziert sich die EU nun von den Versprechen bezüglich der Reduzierung von Klimaschäden, die unter anderem von Autos verursacht werden [...]. Die EU erachtet die kurzfristigen Interessen bestimmter Firmen für wichtiger als die ihrer Bürger und der restlichen Wirtschaft.

Interessiert an diesem Artikel? Wir sind sehr erfreut! Es ist frei zugänglich, weil wir glauben, dass das Recht auf freie und unabhängige Information für die Demokratie unentbehrlich ist. Allerdings gibt es für dieses Recht keine Garantie für die Ewigkeit. Und Unabhängigkeit hat ihren Preis. Wir brauchen Ihre Unterstützung, um weiterhin unabhängige und mehrsprachige Nachrichten für alle Europäer veröffentlichen zu können. Entdecken Sie unsere drei Mitgliedschaftsangebote und ihre exklusiven Vorteile und werden Sie noch heute Mitglied unserer Gemeinschaft!

Sie sind ein Medienunternehmen, eine firma oder eine Organisation ... Endecken Sie unsere maßgeschneiderten Redaktions- und Übersetzungsdienste.

Unterstützen Sie den unabhängigen europäischen Journalismus

Die europäische Demokratie braucht unabhängige Medien. Voxeurop braucht Sie. Treten Sie unserer Gemeinschaft bei!

Zum gleichen Thema