Kaliningrad bald näher an Europa

Veröffentlicht auf 14 Dezember 2011 um 13:39

Die Einwohner Kaliningrads, der russischen Exklave zwischen Polen und Litauen, werden schon bald ohne Visum nach Gdańsk und in andere Städte auf der polnischen Seite der Grenze reisen können.

Andererseits werden auch Polen aus den Provinzen Pommern und Woiwodschaft-Masuren nicht länger ein russisches Visum benötigen, um in die Region um Kaliningrad zu kommen und dort vollzutanken, freut sich Gazeta Wyborcza. Benzin ist in Russland beispielsweise wesentlich billiger als in Polen.

Das alles ist einem Abkommen über den kleinen Grenzverkehr zu verdanken, das am 14. Dezember von den Außenministern Russlands und Polens in Moskau unterzeichnet werden soll.

“Die russischen Diplomaten können sich über diesen ersten wirklichen Erfolg in den Beziehungen zur EU freuen. Das letzte Abkommen zwischen Russland und der EU liegt Jahre zurück […] Der Dialog zwischen uns war bisher eher ein Ritual”, äußerte sich ein polnischer Diplomat gegenüber der Warschauer Tageszeitung.

Der russische Außenminister Sergey Lavrov gab in der Zwischenzeit seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Abkommen “ein Vorbote für die komplette Abschaffung von Visa zwischen Russland und der EU” sein könnte.

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