"Mach mir einen schwarzen Kaffee mit Zucker..."
Während des Besuchs von Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, am 6. April in Ankara, offenbarten sich einmal mehr die internen Spannungen innerhalb der Europäischen Union. Während das Treffen die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei, die sich seit Jahren auf dem Tiefpunkt befinden, stärken sollte, konzentrierten sich die Kommentare auf das “Sofagate”.
Sichtlich verärgert musste von der Leyen mit dem Platz auf dem Sofa gegenüber dem türkischen Außenminister vorlieb nehmen, während Charles Michel der Ehrenplatz rechts vom türkischen Präsidenten Recep Tayyp Erdoğan zugestanden wurde. Was steckt dahinter? Eine Demütigung? Islamisch-konservativer Machismus? Weder noch, so scheint es. Der Eklat ist vermutlich das Ergebnis eines banalen Durcheinanders innerhalb der europäischen Institutionen und der mangelnden Koordination zwischen dem Protokoll des Rates und der Kommission.
Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
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