Der französische Staatspräsident François Hollande und sein Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault sind durch das Geständnis des ehemaligen sozialistischen Haushaltsministers Jérôme Cahuzac, der wegen Steuerhinterziehung unter Anklage steht, geschwächt worden. Sie müssen nun „einen Ausweg aus dieser großen Krise finden, die den Staat an seiner Spitze destabilisiert“, meint die Tageszeitung.
Die rechte Opposition beschuldigt den Staats- und den Regierungschef der „Mitwisserschaft“ oder der „Naivität“ und viele, ob rechts oder links, drängen François Hollande dazu, seine Regierung umzubilden.
„Bleibt nur das richtige Zeitfenster zu finden: vor oder nach dem Sommer?“, fragt die Zeitung und bemerkt: „Nicht alle in der Regierungsmehrheit halten eine Kabinettsumbildung für eine gute Lösung. [...] Da kann man ebenso das Gewitter vorbeiziehen lassen und nichts verändern. Vorerst.“
Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
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