France on fire Stellina Chen

Frankreich in Flammen

Veröffentlicht am 20. Oktober 2026
France on fire Stellina Chen
Emmanuel Macron: „Eines Tages wird all das jemand anderem gehören!“

Auf Chaosszenen folgte Fassungslosigkeit. Am 17. Oktober demonstrierten in ganz Frankreich zwischen 550.000 und 800.000 Menschen im Rahmen eines groß angelegten Aktionstages gegen die „hohen Lebenshaltungskosten“. An den Demonstrationen beteiligten sich sowohl „Gelbwesten“ als auch Klimaschützende, Landwirtinnen und Landwirte sowie Bürger*innen, die unter anderem über die Sparmaßnahmen besorgt waren. Die Schüler*innen der Oberstufe, die seit mehreren Wochen für bessere Bildungsbedingungen demonstrieren, sowie die Studierenden schlossen sich ihnen an.

In mehreren Städten kam es bei friedlichen Versammlungen zu Gewalttätigkeit und Plünderung, was zahlreiche Sachschäden zur Folge hatte. Auch wenn die Bilanz noch vorläufig ist, spricht man heute von mehr als 1.500 betroffenen Geschäften und mehreren hundert Millionen Euro Schaden in ganz Frankreich. Mehr als 2.000 Personen wurden am Rande der Demonstrationen festgenommen. In Paris starb ein Demonstrant, nachdem er einen Schwächeanfall erlitten hatte. Dieser Ausbruch von Gewalt ist Teil eines von Spannungen geprägten Klimas, das durch zahlreiche Rechtsverletzungen seitens der Ordnungskräfte gekennzeichnet ist, insbesondere gegenüber der Studentenbewegung, die das Land sechs Monate vor den Präsidentschaftswahlen erschüttert.

Frankreich ist nicht das einzige Land, das von Jugendbewegungen betroffen ist. Ähnliche Demonstrationen – die manchmal ebenfalls eskalieren – gab es in den letzten Wochen in Belgien, in Italien, in Griechenland sowie in Albanien. Im letztgenannten Land haben sich die Studierenden der „Revolution der rosa Flamingos“ angeschlossen, der Protestbewegung gegen die Regierung von Edi Rama.

Schätzen Sie unsere Arbeit?
 
Dann helfen Sie uns, multilingualen europäischen Journalismus weiterhin frei zugänglich anbieten zu können. Ihre einmalige oder monatliche Spende garantiert die Unabhängigkeit unserer Redaktion. Danke!

Sie sind ein Medienunternehmen, eine firma oder eine Organisation ... Endecken Sie unsere maßgeschneiderten Redaktions- und Übersetzungsdienste.

Unterstützen Sie grenzüberschreitenden europäischen Journalismus!

Spenden Sie, um unsere Unabhängigkeit zu gewährleisten!Ich unterstütze Voxeurop.

Zum gleichen Thema