Die britischen Abgeordneten haben am 14. September in erster Lesung ein Gesetz verabschiedet, das teilweise im Widerspruch zu den Verpflichtungen steht, die Großbritannien in dem im Januar von Premierminister Boris Johnson unterzeichneten Abkommen über den Austritt aus der EU eingegangen ist.
Der Text wird von allen Seiten kritisiert, selbst von den eigenen Reihen der Konservativen Partei. Der Grund: Er verstößt gegen einen internationalen Vertrag. Nun wird er vor seiner endgültigen Verabschiedung diskutiert werden müssen und möglicherweise geändert werden. Die Aussicht auf ein umfassendes Abkommen über die künftigen Beziehungen zwischen London und der EU bis zum 31. Oktober scheint somit zu schwinden.
Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
Veranstaltung ansehen >