Die Finanzminister der Eurozone wollen die zyprischen Sparer zwingen, einen Teil ihrer Bankeinlagen im Gegenzug für das zehn Milliarden Euro schwere Rettungspaket zu opfern. Allerdings versucht die Regierung der Insel, die Zwangsabgabe für Kleinanleger so gering wie möglich zu halten.
Einem Bericht vom Sonntag zufolge könnte Zyperns Parlament bereits am Montag über die Hilfskredite abstimmen. Am Montag ist Feiertag und die Banken bleiben geschlossen. Zudem könnte die Regierung entscheiden, die Banken erst Mittwoch zu öffnen, um Unruhen und einen Kundenansturm zu vermeiden.
In einer Rede an die Nation erklärte Präsident Nikos Anastasiades am Sonntag, Zypern habe die Wahl zwischen „dem Katastrophenszenario eines ungeordneten Konkursverfahrens, oder einer kontrollierten – wenn auch schmerzlichen – Bewältigung der Krise“.
Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.
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