"Die Kontrakte des Kaufmanns" von Elfriede Jelinek. Foto : www.thalia-theater.de

Brecht hat recht!

Das deutsche Theater ist der Gewinner der Wirtschaftkrise. Von Hamburg bis München locken die Intendanten ihr Publikum mit den Worten "Geld, Macht, Gier"- und es funktioniert. Vor allem Brecht wird wieder viel gespielt.

Veröffentlicht am 27 August 2009
"Die Kontrakte des Kaufmanns" von Elfriede Jelinek. Foto : www.thalia-theater.de

"Die Banken sind pleite, die Wirtschaft liegt darnieder? Um so besser. Dafür haben auf den deutschsprachigen Bühnen die Kapitalismus- und Krisenstücke Hochkonjunktur." Die Kontrakte des Kaufmanns - das aktuellste Krisenwerk von Elfriede Jelinek wird in der kommenden Spielzeit fast überall in der Republik zu sehen sein. Das Deutsche Theater spielt Brecht, das Theater Freiburg die Bühnenfassung der "Buddenbrooks" und eine Adaption von Emil Zolas Roman "Das Geld" kommt ab September am Schauspielhaus Düsseldorf auf die Bühne. Es besteht kein Zweifel: "Das Theater ist wieder wer, nämlich eine kritische Instanz- und nicht zuletzt eine moralische Anstalt." Christine Dössel wirft in der Süddeutschen Zeitung einen Blick auf die kommende Saison.

Seit den 1980er Jahren und der Finanzialisierung der Wirtschaft haben uns die Akteure der Finanzwirtschaft gelehrt, dass sich hinter jeder Gesetzeslücke eine kurzfristige Gewinnmöglichkeit verbirgt. All das und mehr diskutieren wir mit unseren Investigativ-Journalisten Stefano Valentino und Giorgio Michalopoulos. Sie haben für Voxeurop die dunklen Seiten der grünen Finanzwelt aufgedeckt und wurden für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

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